Blogs Lalibre.be
Lalibre.be | Créer un Blog | Avertir le modérateur

zdf

  • Culpabilité sans honte

    Le 30 juin dernier la chaîne de télévision allemande ZDF a diffusé un documentaire centré autour d'Antoine Tshitungu Kongolo, écrivain et membre du Collectif Mémoires coloniales, dans ses efforts pour promouvoir une lecture critique du passé colonial à travers  notamment les monuments et vestiges dont la Belgique est jonchée.
    Plusieurs sites ont été filmés par le réalisateur Piet Eekman et son équipe qui ont eu à coeur de mettre à contribution le savoir ainsi que la vision d'un écrivain congolais revisitant à l'aune de ses expériences et de ses recherches quelques épisodes du passé qui font toujours mal. Le titre Culpabilité sans honte en dit long. Ce documentaire tourné en juin 2010 est à découvrir sur le site de ZDF (voir le lien).
     
    auslandsjournal
    Schuld ohne Sühne
    Belgiens verdrängte Kolonialvergangenheit
    http://auslandsjournal.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,1872,8085940,00.html


    "Die Kongolesen mussten für solche Monumente hier in Belgien bluten und
    leiden. Daher nennt man dieses Tor auch "das Tor der abgehackten Hände""
    erklärt Antoine Tshitungu-Kongolo. Er steht im Parc du Cinquantenaire im
    Herzen der europäischen Hauptstadt und zeigt auf den gigantischen
    Triumphbogen, den König Leopold II. einst zum 50. Jahrestag der
    Unabhängigkeit Belgiens errichten ließ.


    Auspeitschen, Hängen, Hände abhacken - das alles gehörte zu den grausamen
    Bestrafungen, die Belgiens König anordnete, wenn die Arbeiter in seiner
    Kolonie nicht die verlangte Menge Kautschuk ernteten.

    Ein ganzes Land als Arbeitslager

    Antoine Tshitungu ist Geschichtswissenschaftler, Autor und Aktivist. In den
    20 Jahren, die der gebürtige Kongolese nun schon in Belgien wohnt, erlebte
    er immer wieder, dass die grausame Kolonialgeschichte totgeschwiegen wird.
    Tshitungu Kongolo hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die Belgier über
    die Verbrechen der Vergangenheit aufzuklären - zum Beispiel bei seinen
    Stadtführungen durch Brüssel. Interessierte lernen hier die Zusammenhänge
    zwischen den prächtigen Fassaden und den kolonialen Verbrechen, die unter
    der Herrschaft Leopolds im Kongo begangen wurden, um den Reichtum Belgiens
    und die Pracht seiner Hauptstadt zu ermöglichen.

    Wie viele Millionen Menschen unter König Leopold II. zwischen 1885 und 1905
    der kolonialen Ausbeutung zum Opfer fielen, weiß niemand genau. Es wird
    geschätzt, dass nicht einmal die Hälfte der Bevölkerung überlebte . Die
    genauen Zahlen sind unbekannt, da der Monarch alles dafür tat, die
    Gräueltaten seines Regimes zu vertuschen, um als als Philanthrop in die
    Geschichte einzugehen, der den Menschen im Kongo die Errungenschaften der
    europäischen Kultur brachte. Doch in Wahrheit errichtete er ein
    menschenverachtendes System mit dem Ziel, seiner Kolonie soviel
    Bodenschätze wie möglich abzutrotzen.

    Die Sieger schreiben Geschichte

    Am 30. Juni 2010 feiert die Demokratische Republik Kongo 50 Jahre
    Unabhängigkeit. Doch in Belgien fehlt es vielerorts an historischem
    Bewußtsein. So widmet das afrikanische Museum in Brüssel dem Jubiläum
    beispielsweise eine Sonderausstellung. Neben nostalgischen kolonialen
    Fotografien werden ausgestopfte Tiger, Elefanten, Masken und Speere gezeigt
    - ein romantisches Bild der einstigen Kolonie. Die Zeugnisse der
    unmenschlichen Kolonialgeschichte fehlen. "Diese Ausstellung ist
    unvollständig", kritisiert Antoine Tshitungu.

    Auf seinen Touren erlebt er häufig überraschte und überraschende
    Reaktionen. "In der Schule haben wir nur gelernt, was Belgien alles Gutes
    und Schönes für die Wilden in Afrika getan hat", sagt die junge Belgierin
    Diana. "Das war angeblich ein Volk ohne Kultur, ohne Geschichte." So
    etwas hört der gebürtige Kongolese oft. Viele wollen den schockierenden
    Blick hinter die Fassaden nicht wagen. Nur wenige, meist junge Belgier,
    drängen auf eine Auseinandersetzung mit Belgiens grausamer
    Kolonialherrschaft im Kongo. "Wir leben in Belgien und sind auf der Suche
    nach unserer Identität", sagt Jeane-Jacques Beyne, ein junger Belgier mit
    kongolesischen Wurzeln. "Wir kennen die europäische Geschichte. Die ist in
    Büchern gut dokumentiert, aber was mit Afrika ist und vor allem das, was
    die Belgier im Kongo gemacht haben - darüber wollten wir mehr wissen."





    Das Nachrichtenangebot des ZDF finden Sie unter
    http://www.heute.de


    Die ZDF-Sendungen und das Programm finden Sie unter
    http://www.zdf.de


    Informationen rund um den Sport finden Sie unter
    http://sport.zdf.de